URL-Shortener, buh!
Wer das ein oder andere Mal gerne den blauen Vogel belästigt und die Welt mit Links zu interessanten Artikeln versorgt ist den Url-Shortening-Diensten wie tr.im, is.gd, bit.ly oder tinyurl bestimmt schonmal begegnet. Heute hat tr.im die Grätsche gemacht und die Dienste eingestellt, aus finanziellen Gründen. Womit ich mich auch von meinem bisherigen Twitterclient nambu verabschiede, ein Produkt aus gleichem Hause. Ich fand an nambu schon immer doof, dass die URLs automatisch gekürzt werden, auch wenn ich das garnicht so wollte, und werd mir jetzt wohl auch zwangsweise einen anderen Client suchen müssen.
Ich hab den Sinn von diesen Diensten noch nie so recht verstanden, und deshalb muss ich das hier mal loswerden. Twitter bietet 140 Zeichen, das ist in der Tat nicht viel, aber eine durchschnittliche URL kommt maximal auf 80 Zeichen — das behaupte ich jetzt einfach mal so. Das reicht locker, um da noch ein “Ui, schau mal was ich gefunden hab: ” davorzuklatschen, und selbst wenn nicht kann man immer noch zweimal twittern oder eine Email oder einen Blogbeitrag dazu schreiben.
Letztendlich beschäftige ich mich tagtäglich unter anderem damit, für diverse Homepages mit .htaccess schöne URL-Strukturen zu basteln, die man lesen kann und — weil für den Kunden so wichtig — suchmaschinenfreundlich sind. Ich finde es ziemlichen Quatsch da noch eine Schicht dazwischenzuschalten. Mich hat das schon oft aufgeregt: eine bit.ly-URL verweist auf einen Twitter-Beitrag, darin verweist eine tr.im-Url auf eine Seite auf digg, die dann wiederum (endlich) auf den gewollten Inhalt verlinkt. Narf. Das ist ja als würde ich bei mir selbst an der Zimmertür klopfen, bevor ich frage ob ich reinkommen darf.
Erleuchtet mich: was ist toll an URL-Shortenern? Und ist das überhaupt der richtige eingedeutschte Plural?
Geschrieben am 10. August 2009 um 14:15 Uhr | Tags: | Kategorie: Coding, Internet | Geschrieben von: nebelschwade | Kommentare RSS | Ein Kommentar
Kommentare
Manuel, 20. August 2009 um 12:15 Uhr
sinn macht es bei webseiten, die so lange urls haben, wie bei der google-suche. alles kürzer, alles schneller. das macht schon sinn. wer schaut sich denn noch ernsthaft einen youtube-beitrag an, der länger als 5 minuten geht?
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